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In dem ehemaligen Konzentrationslager Dachau unternahm die orthodoxe Jugend den Kreuzgang

KrestnyChod2009Am 8-9.Mai 2009 fand der erste Kreuzgang der orthodoxen Jugend statt, der etwa 12-kilometer lange Weg führte vom Orthodoxen Männlichen Kloster des des Hl. Hiob von Pocaev in München biszum ehemaligen Konzentrationslager in Dachau, wo sich die russisch-orthodoxe Gedächtniskapelle (Moskauer Patriarchates) befindet, berichtet Седмица.Ru. [Russisch]

Am 8-9 Mai 2009 einige dutzende junge Menschen aus 15 orthodoxen Gemeinden zweier  Eparchien in Deutschland (ROKA und Moskauer Patriarchates) versammelten sich in der Frauenskite der Hl. Märtyrerin Großfürstin Elizabeta in Bavarias Buchendorf. Dort erzählte die Igumenin der Skite -  Schwester Maria (Sediropolu) – den jungen Pilgern über die Geschichte der Gründung dieses Klosters im Oktober 2005, die aktuelle Arbeit, zeigte Näh-, Flecht- und andere Werkstätte, wo neun Regelschwester ihre Gehorsamspflicht tragen.

Der aus München gekommener Erzpriester Nikolai Zabelitch, Igumen der Christi-Auferstehungs-Gemeinde der Städten Dachau und München (Moskauer Patriarchates), erzählte den Teilnehmern des Kreuzganges über die Geschichte der Gründung des Konzentrationslagers Dachau und einige seinen orthodoxen Gefangenen, unter deren auch der Hl. Nikolai Serbski (Velimirović, 1881-1956) war.  Am Anfang des Krieges wurde der Hl. Nikolai (Velimirović) in einem serbisch-orthodoxem Kloster in Rakoviza inhaftiert, und später wurde er über Voiliza in das KZ Dachau überführt, wo er schreckliches Märtyrertum erleiden musste.  Unser Herr verschönte aber den Hl. Nikolai (Velimirović), der nach der Entlassung in die USA emigrierte, und dort sich der missionarischen und theologischen Arbeit widmete.

Die Pilger, drunter Mädchen und Junge, nahmen an der Morgen- und Abendgottesdiensten an der Frauenskite teil, und fuhren danach am 9.Mail mit den Minibussen zum Kloster des Hl. Hiob von Pocaev, und lernten diesen Hort kennen, der in einem der Münchener Vorstätte im Dezember 1945 entstand.

Der Kreuzgang Richtung Dachau dauerte einige Stunden an.  Der Verantwortliche für die Organisation – der Mitglied des Jugendkommitees bei Synode der ROKA Kleriker der orthodoxen Gemeinde des Hl. Nikolai in Stuttgart, der Priester Ilia Limberger, erzählte uns, dass es außer geistigem und thematischem Austausch der Jugendlichen während ihres Ganges zum Memorial Komplex des KZs, wurde auch gemeinsam gebetet und die Österlichen Hymnen gesungen. Während der kurzen Aufenthalte wurden einige Auszüge aus den Werken von Hl. Nikolai Serbski gelesen.

In der Orthodoxen Gedächtniskapelle in der KZ-Gedenkstätte wurde die Aussegnung der verstorbenen Gefangenen und eine kurze Andacht an Hl. Nikolai Serbski von Priestern Nikolai Zabelitch und Ilia Limberger verrichtet.

Am Anschluss wurde den Teilnehmern des Kreuzgangs eine Brief-Ansprache der Einwohnerin der Stadt München, Veteranin und Invalidin des Zweiten Weltkrieges Margarita Borisowna Kotikovskaja, die die Leningrader Blockade überlebte, vorgelesen. Ihr Name wurde den russischen Fernsehzuschauern nach dem vor kurzem erschienenen Dokumentarfilm „ Margarithas Liste“ bekannt.

Nach dem Abschluss des Kreuzganges merkte der Vater Ilia Limberger an, dass dank der durchgeführten Aktion einen guten Start der Idee der Gründung einer „jugendlichen Eparchie“ aufm deutschen Land gelegt wurde.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 12. März 2011 um 12:12 Uhr